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Unterhaus-Präsident entschuldigt sich für Spesenskandal

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Unterhaus-Präsident entschuldigt sich für Spesenskandal

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Im Skandal um Spesen-Missbrauch von Politikern hat sich der Präsident des britischen Parlaments, Michael Martin, bei der Öffentlichkeit formell entschuldigt. Die Frauen und Männer des Vereinigten Königreichs seien vom britischen Unterhaus im Stich gelassen worden, das bedauere er zutiefst, sagte er. Martin war in den vergangenen Tagen wegen seiner Rolle im Spesen- Skandal selbst schwer unter Beschuss geraten und von mehreren Politikern zum Rücktritt aufgerufen worden.

Oppositionschef David Cameron warb unterdessen bei einer Wahlkampfveranstaltung seiner Konservativen Partei für eine möglichst frühe Wahl. Die Rezession, die Schuldenkrise und vor allem die politische Krise wiesen alle in dieselbe Richtung. Die einzige Lösung sei die sofortige Auflösung des Parlaments und Neuwahlen. Britische Unterhaus-Politiker aller Parteien stehen seit Tagen wegen des Missbrauchs von Steuergeldern am Pranger. Einer aktuellen Umfrage zufolge fordern auch die Anhänger der Labour-Partei den Rücktritt von Premierminister Gordon Brown von der Parteispitze. Von mehr als 1000 Befragten sprachen sich 60 Prozent dafür aus.