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Vier Kandidaten zur Präsidentenwahl zugelassen

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Vier Kandidaten zur Präsidentenwahl zugelassen

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Der Präsident des Iran, Mahmud Ahmadinedschad, muss sich bei der Wahl am 12. Juni drei Herausforderern stellen. Dies entschied der Wächterrat, der für die Überprüfung der weltanschaulichen Eignung der Bewerber zuständig ist. Ahmedinedschad werden gute Aussichten auf eine Wiederwahl eingeräumt. Nach den Meinungsumfragen – die allerdings staatlich beeinflusst sind – kann sich auch der frühere Ministerpräsident Mir Hussein Mussawi Hoffnungen auf das Präsidentenamt machen. Der als gemäßigt eingestufte Politiker hatte sich als Regierungschef in den Achtziger Jahren als Krisenmanager bewährt -während des ersten Golfkriegs, des achtjährigen Krieges zwischen dem Iran und dem Irak. Gewisse Chancen bei der Wahl werden auch Mehdi Karrubi eingeräumt. Er wird ebenfalls dem gemäßigten Lager zugerechnet. Kaum Chancen hat dagegen Mohsen Rezai, der frühere Befehlshaber der Revolutionsgarde, aber er könnte dem Amtsinhaber konservative Wählerstimmen abnehmen. Ahmadinedschad bleibt dennoch Favorit. Nachdem er sich jüngst gegenüber dem Erzfeind USA etwas versöhnlicher zeigte, gab er nun den erfolgreichen Test einer Mittelstrecken-Rakete bekannt. Das Geschoss könnte Israel und US-Stützpunkte am Golf erreichen.