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Jahr des Schweins für Mexikos Wirtschaft

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Jahr des Schweins für Mexikos Wirtschaft

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Die globale Wirtschaftsschwäche und der Ausbruch der H1N1-Grippe bescheren Mexiko das schlimmste Jahr seit der “Tequila-Krise” im Jahr 1995.

Im ersten Quartal schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent – das übertraf die schlimmsten Befürchtungen. Übers Jahr malt die Regierung ein Minus von 5,5 Prozent an die Wand. Die Gründe: Die Nachfrage aus dem Ausland ist abgestürzt, besonders beim Hauptabnehmer USA, der 80 Prozent der Exporte abnimmt. Doch auch ohne Schweinegrippe herrscht Wachstumsschwäche. Chinas unterbewertete Währung hat Mexikos Rolle als Lieferant der USA ausgehöhlt. Der Staatshaushalt leidet unter dem Rückgang der Öl-Exportpreise. Bildungs- und Hochschulsystem schwächeln, Kriminalität und Gewalt lähmen. Gerade bricht auch noch der Tourismus ein. Übrigens – wegen des Virus rät die deutsche Regierung nicht länger von Mexiko-Reisen ab.