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Bundespräsidentenwahl beginnt

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Horst Köhler hat bei der Wahl des Bundespräsidenten gute Chancen wieder gewählt zu werden. Die äußerst knappen Mehrheitsverhältnisse bringen Spannung in die heutige Entscheidung.

Der 66-Jährige ist der Kandidat der Christdemokraten und Liberalen. Will er gewinnen, muss Köhler aber auch auf Stimmen der Freien Wähler oder der rot-grünen Sympathisanten hoffen. Die Statistik spricht für ihn: Noch nie ist ein amtierender Bundespräsident, der sich um eine Wiederwahl bewarb, gescheitert. Aussichtsreichste Konkurrentin ist Gesine Schwan, die Kandidatin der SPD. Schon bei der letzten Wahl trat sie gegen Köhler an und verlor hauchdünn. Die Professorin sorgte kürzlich für Wirbel, als sie die frühere DDR nicht als “Unrechtsstaat” einstufen wollte. Diese Äußerungen verärgerten einige Mitglieder der SPD. Bisher hatte Schwan auch auf die Stimmen der Linken im zweiten Wahlgang gehofft. Die Linkspartei stellte den ostdeutschen Schauspieler Peter Sodann auf, der als chancenlos gilt. Überraschend schloss die Partei jetzt jedoch nicht aus, dass es im zweiten Wahlgang Unterstützung für Köhler aus ihren Reihen geben könnte. Die Wahl findet immer am 23.5. statt, dem Jahrestag des Grundgesetzes. In diesem Jahr wird die deutsche Verfassung 60. Für viele ein Grund zum Feiern. In der Bevölkerung erfreut sich die Verfassung großer Beliebtheit. Drei von vier Bundesbürgern sind stolz auf das Grundgesetz.