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Südkoreas Präsident begeht Selbstmord

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Südkoreas Präsident begeht Selbstmord

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Südkoreas ehemaliger Präsident Roh Moo Hyon hat Selbstmord begangen. Seine Landsleute reagierten entsetzt über seinen Tod. In der Hauptstadt Seoul versammelten sich spontan hunderte Anhänger des ehemaligen liberalen Reformpolitikers. Sein konservativer Nachfolger Lee Myung Bak äußerte sich schockiert. Sein Tod sei traurig und tragisch, sagte der Präsident. Und diese Passantin meinte: “Ich trauere. Ich kann mir nicht vorstellen, wie sehr er gelitten haben muss. Ich denke, der Tod war die beste Lösung für ihn, so dass seine Angehörigen nicht so zu leiden haben.”

Roh war laut Polizeiangaben von seinem Haus aus zum Wandern in die Berge aufgebrochen. Er habe sich dann von einem Felsen in den Tod gestürzt. Er wurde mit schweren Kopfverletzungen in einer Schlucht gefunden und ins Krankenhaus gebracht. Dort erlag er dann seinen schweren Verletzungen. Dr 62-jährige stand unter Korruptionsverdacht. Er oder seine Familienangehörigen sollen 6 Millionen Dollar Schmiergeld von einem Geschäftsmann erhalten haben. Roh hat die Vorwürfe immer zurückgewiesen. Er hat die Annäherungspolitik seines Vorgängers mit Nordkorea fortgesetzt. Als zweiter südkoreanischer Präsident hatte sich Roh im Oktober 2007 mit dem kommunistischen Machthaber Kim Jong II getroffen.