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Iranischer Wahlkampf kommt auf Touren

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Iranischer Wahlkampf kommt auf Touren

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Drei Wochen vor den Präsidentschaftswahlen in Iran werben politische Aktivisten für ihren Favoriten unter den vier zugelassenen Kandidaten. Der aussichtsreichste Herausforderer von Amtsinhaber Mahmud Ahmadinedschad ist der frühere Ministerpräsident Mir Hussein Mussawi.

Zehntausende von Mussawis Anhängern versammelten sich in einem Sportstadion in Teheran. Unter ihnen befand sich auch der ehemalige Präsident Mohammad Khatami, der ausdrücklich zur Wahl Mussawis aufrief. Mussawi wird von Korrespondenten dem gemäßigten Lager zugeordnet und könnte sich um Annäherung an den Westen bemühen. Die politischen Gegner von Präsident Ahmadinedschad werfen dessen Regierung vor, trotz der bis vor kurzem hohen Ölpreise wirtschaftlich wenig erreicht zu haben. Diese Kritik konterte der Präsident mit dem Hinweis auf Irans Wirtschaftswachstum von fünf bis sechs Prozent trotz der globalen Wirtschaftskrise. Wegen seines kontroversen Atomprogramms wird Iran seit Jahren mit internationalen Sanktionen belegt.