Eilmeldung

Eilmeldung

Präsidentschaftswahl verläuft ruhig

Sie lesen gerade:

Präsidentschaftswahl verläuft ruhig

Schriftgrösse Aa Aa

Knapp ein Jahr nach schweren Unruhen am Rande der Parlamentswahlen, haben die Mongolen einen neuen Präsidenten gewählt. Das amtliche Endergebnis wird für Montag erwartet.

Zur Wahl standen der Amtsinhaber Nambar Enkhbayar von der revolutionären Volkspartei und Tsakhia Elbegdorj von der oppositionellen demokratischen Partei. Der Herausforderer will sich laut seiner Kampagne für einen Wandel und gegen Korruption einsetzen. Gerade in der Hauptstadt Ulan Bator, wo mehr als die Hälfte der Wähler lebt, ist er beliebt. Präsident Enkhbayar, dessen Stammwähler in ländlichen Gebieten zu finden sind, verspricht weitere Hilfsgelder für die arme Bevölkerung. Ein Drittel der mongolischen Bevölkerung lebt unter der Armutsgrenze. Die Mongolei leidet stark unter der Wirtschaftskrise und dem Verfall der Rohstoffpreise. Der Export von natürlichen Ressourcen wie Kupfer oder Gold macht einen Großteil der mongolischen Wirtschaftsleistung aus. Bei den Parlamentswahlen im vergangenen Sommer war es zu schweren Ausschreitungen gekommen. Die Preäsidentschaftswahl verlief nach ersten Angaben von internationalen Beobachtern ohne größere Zwischenfälle.