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Bauern demonstrieren - Minister diskutieren

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Bauern demonstrieren - Minister diskutieren

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In Brüssel demonstrieren mehrere tausend Bauern gegen niedrige Preise für Milch und andere Lebensmittel. Dort kommen heute die Landwirtschaftsminister der Europäischen Union zusammen, um über die Lage auf dem Milchmarkt zu beraten. Deutschland hatte vorgeschlagen, die Direktzahlungen der EU an die Landwirte in diesem Jahr schon im Oktober statt im Dezember auszuzahlen. Deutschlands Landwirte erhalten jährlich gut 5,4 Milliarden Euro EU-Subventionen. In Frankreich organisierten die Milchbauern zum zweiten Mal innerhalb einer Woche einen landesweiten Aktionstag. Nach Angaben des Bauernverbands blockierten 12.000 Viehzüchter den Zugang zu 80 Molkereien.

Außerdem gab es wieder Protestaktionen vor Supermärkten. Olivier Picot vom Verband der Milchindustrie meint, ein großer Teil der in Frankreich und anderswo in Europa produzierten Milch werde in Form von Butter und Milchpulver auf den Weltmärkten verkauft. Diese seien aber zusammengebrochen, sie hätten ein historisches Tief erreicht. China kaufe nicht mehr, der russische Markt sei geschlossen. Diese Milchprodukte würden mit enormen Verlusten für die Erzeuger verkauft.

Seit März sind die Milchpreise für die französischen Bauern um 30 Prozent auf 21 Cent je Liter gefallen. Die Bauern wollen mindesten 30 Cent. Berlin und Paris fordern von der EU-Kommission einen schnellen Zwischenbericht zur Lage.