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Neue politisch-militärische Strategie der ETA

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Neue politisch-militärische Strategie der ETA

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Die baskische Untergrundorganisation ETA hat eine neue Welle der Gewalt angekündigt. In einem Interview für die Montagsausgabe der nationalistischen baskischen Zeitung “Gara” sprach ein ETA-Mitglied von einer bald beginnenden “wirkungsvollen politisch-militärischen Strategie”. Die Diskussion in der Speteratistenbewegung konzentriere sich darauf, als bewaffnete Organisation, “effizient zu sein und eine effiziente Strategie zu haben”. Die politische Lage im Baskenland nach dem Regierungswechsel sei besorgniserregend, weil die Macht nun “in der Hand des spanischen faschistischen Bündnisses” sei.

Der neue sozialistische Ministerpräsident des Baskenlandes, Patxi Lopez, kritiserte in einem Interview mit euronews die Aufhebung des Parteiverbots für die “Internationalistische Initiative”. Die Partei steht der ETA nahe. Eine Gruppe, die verdächtigt werde, einer Terrorgruppe einen politischen Deckmantel zu geben, habe keinen Platz in der Politik oder in demokratischen Institutionen, sagte Patxi. Begrüßt wurde die Zulassung der Partei von Arnaldo Otegi, der vor dem Verbot des politischen Arms der ETA Chef von Batasuna war. Er rief die baskische Bevölkerung auf, bei den Europawahlen für die Internationalistische Initiative zu stimmen. Das spanische Verfassungsgericht hatte deren Verbot in der vergangenen Woche aufgehoben. Das vollständige Interview mit Patxi Lopez sehen sie ab Montag abend auf Euronews.