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Sikh-Unruhen in Indien nach Schießerei in Wien

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Sikh-Unruhen in Indien nach Schießerei in Wien

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Nach dem Tod eines indischen Predigers bei einer Schießerei in Wien ist es im nordindischen Unionsstaat Punjab zu schweren Ausschreitungen von Sikhs gekommen; dabei starben mindestens zwei Menschen.

Etwa zwei Prozent der mehr als eine Milliarde Inder sind Sikhs; die meisten leben im Punjab. Mit Säbeln bewaffnete Sikhs blockierten Straßen und Schienen; Autos und Eisenbahn-Waggons wurden angezündet. Die Behörden verhängten eine Ausgangssperre über Teile des Punjab. Premierminister Manmohan Singh, selbst ein Sikh, verurteilte den Gewaltausbruch und rief die Menschen dazu auf, “Ruhe und Ordnung” wiederherzustellen. Am Sonntag waren in einem Sikh-Tempel in Wien mindestens sechzehn Menschen verletzt worden, mehrere von ihnen lebensgefährlich. Ein aus Indien angereister Prediger starb kurz nach einer Notoperation. Sechs Männer aus einem anderen Tempel hatten während einer religiösen Zeremonie auf ihn geschossen. Sie wurden ihrerseits von Mitgliedern der attackierten Sikh-Gruppe angegriffen.