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Weltweite Empörung über nordkoreanischen Atomtest

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Weltweite Empörung über nordkoreanischen Atomtest

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In Seoul demonstrierten mehrere dutzend Menschen gegen den unterirdischen Test. Nordkorea hatte am Montagvormittag Ortszeit eine 10 bis 20 Kilotonnen schwere Ladung gezündet und mehrere Kurzstreckenraketen abgeschossen. Die USA waren weniger als 60 Minuten vor dem Test von der bevorstehenden Detonation in Kenntnis gesetzt worden. “Nordkorea verschärft nicht nur seine Isolation, es fordert auch stärkeren internationalen Druck heraus. Rußland und China sind ebenso wie unsere traditionellen Verbündeten Südkorea und Japan, zu dem selben Schluß: Nordkorea wird durch Drohungen und illegale Waffen weder Sicherheit noch Respekt erlangen”, sagte US-Präsident Barack Obama in Washington.

“Dies läuft den internationalen Bemühungen zur Nichtweiterverbreitung von Nuklearmaterial zuwider. Es hat auch schwerwiegende Auswirkungen auf Frieden und Stabilität in der Region”, erklärte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon in Kopenhagen. Auch von europäischer Seite gab es Kritik: “Es setzt das provokante Verhalten des Regimes in Pjöngjang fort. Es isoliert das Land weiter und verschärft die Lage im Land selbst. Es ist nicht gut für die internationale Atmosphäre, kurz es ist eine äußerst alarmierende Entwicklung”, erklärte der schwedische Außenminister Carl Bildt am Rande des EU-ASEAN Gipfel in Hanoi. Russische Experten orteten das Zentrum der Detonation rund 80 Kilometer von der Stadt Kilchu im Nordosten des Landes. Die Explosion war deutlich stärker als der erste nordkoreanische Atomtest im Oktober 2006. Der hatte eine Stärke von einer Kilotonne. Am Abend tritt auf japanischen Antrag der Weltsicherheitsrat in New York wegen des nordkoreanischen Atomtests zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.