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Europamüde Portugiesen

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Europamüde Portugiesen

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Bei der Europawahl in Portugal haben Umfragen zufolge die regierenden sozial-demokratisch orientierten Sozialisten des Ministerpräsidenten Jose Socrates gute Chancen, die meisten Stimmen zu bekommen. Ihr Spitzenkandidat ist Vital Moreira. Insgesamt acht Millionen Euro lassen sich die Portugiesen die Abstimmung am 7. Juni kosten. Der größte Teil davon kommt aus dem Staatssäckel.

Nicht verwunderlich ist daher, dass es im Wahlkampf auch um das Geld geht. So werfen die oppositionellen, bürgerlich-konservativen Sozialdemokraten den Sozialisten vor, alles andere als sparsam zu sein. “Unser Budget ist klar, überschaubar”, so Paulo Rangel, der Spitzenkandidat der Sozialdemokraten. “So ist es und war es immer bei uns. Ich will niemandem etwas unterstellen, doch die anderen geben beträchtlich mehr aus.” Der sparsame Umgang mit Steuergeldern bietet sich als Thema in Zeiten der Krise freilich an. Miguel Portas vom ebenfalls oppositionellen Linksblock ist der Meinung, die Hälfte der Mittel, ja selbst ein Drittel hätte ebenfalls genügt. Wie auch immer, in den kommenden Tagen bleibt für alle Parteien, auch für die Kommunisten noch eine Menge zu tun. Denn Umfragen zufolge werden nur rund 25 Prozent der Wahlberechtigten zur Abstimmung gehen. Und nur weniger als zehn Prozent der Portugiesen wissen, wann die Europawahl stattfindet.