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Keine Spannung an den Grenzen zu Nordkorea

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Keine Spannung an den Grenzen zu Nordkorea

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Für die Menschen an der Grenze zu Nordkorea ist die angespannte internationale Lage nicht zu spüren. In der chinesischen Grenzstadt DanDong am Yalu ging am Dienstag das Leben seinen normalen Gang, Touristen warfen einen Blick über den Bambus-Vorhang: “Nordkorea hat den Atomtest durchgeführt, um weltpolitischen Einfluß zu gewinnen, nicht um einen amerikanischen Angriff zu provozieren”, meint ein Tourist aus der chinesischen Provinz ShanDong. Anzeichen für eine Einschränkung des grenzüberschreitenden Handels waren nicht erkennbar.

Auch an der Demarkationslinie zwischen Nord- und Südkorea sind die Spannungen nicht zu spüren: “Wir können über die Grenze. In der Fabrik in Kaesong ist es ruhig”, meint der Südkoreaner Lee Guy-chul, der in der nordkoreanischen Sonderwirtschaftszone arbeitet. Und sein Kollege Lee Seung-tae pflichtet ihm bei: “Ich mache mir Sorgen, aber ich gehe in den Norden, weil ich dort Arbeit habe”. Als Reaktion auf die härtere Haltung der neuen, konservativen südkoreanischen Regierung hatte Pjöngjang im Mai die Vereinbarungen über den gemeinsamen Industriepark in Kaesong gekündigt.