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Opposition begeht Unabhängigkeitstag

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Opposition begeht Unabhängigkeitstag

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Mit einer Großkundgebung der Opposition hat Georgien an diesem Dienstag seinen Unabhängigkeitstag begangen. Die traditionelle Militärparade war aus Angst vor Ausschreitungen von der Regierung von Präsident Michail Saakaschwili abgesagt worden. Das 60.000 Zuschauer fassende Stadion von Tiflis war bis zum Rand gefüllt. Nach der Kundgebung zogen die Oppositionsanhänger in einer friedlichen Parade zum Rustaweli-Prospekt. Sie fordern seit Wochen den Rücktritt Saakaschwilis. Oppositionsführerin Nino Burjanadse sagte, dieser Tag sei sehr wichtig und man sehe ja, wie viele Menschen im Stadion seien. Diese Menschen warteten auf echte Veränderungen im Land und die werde es auch sehr bald geben. Saakaschwili beging den Unabhängigkeitstag indes auf einem Friedhof in Tiflis, auf dem die gefallenen Soldaten des Krieges mit Russland im vergangenen Herbst begraben sind.

Diese Männer seien in der Vergangenheit umgekommen, aber sie hätten die Zukunft gemacht und daran müssten alle gemeinsam weiterarbeiten. Lang lebe Georgiens Unabhängigkeit, lang lebe der Kampf für Georgiens strahlende Zukunft, man werde weitermachen und diesen Kampf gewinnen, sagte Saakaschwili. Anfang Mai waren bei Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Opposition mehr als 30 Menschen verletzt worden. Die Opposition beschuldigt Saakaschwili, durch Angriffe auf Zivilisten in Südossetien den Krieg mit Russland provoziert zu haben.