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Oppositionskarawane statt Militärparade

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Oppositionskarawane statt Militärparade

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Mit einer Großkundgebung der Opposition begeht Georgien am Dienstag seinen Unabhänigkeitstag. Die traditionelle Militärparade war aus Angst vor Ausschreitungen von der Regierung Saakaschwili abgesagt worden. Das 60 000 Zuschauer fassende Stadion von Tblisi ist bis zum Rand mit Regierungsgegnern gefüllt. Nach der Kundgebung wollen die Oppositionsanhänger in einer friedlichen Parade zum Rustaweli-Prospekt marschieren.

Mit einem Fackelzug war die “Karawane der Opposition” am frühen Morgen durch die historische georgische Hauptstadt Mzcheta gezogen und nach Tblisi aufgebrochen. Der Zug der Opposition war im Westen Georgiens gestartet. Seit April fordert die Opposition mit Dauerprotesten im ganzen Land den Rücktritt von Präsident Michail Saakaschwili und eine vorgezogene Präsidentschaftswahl. Mehrere Führer der Opposition wurden am Unabhänigkeitstag vom Patriarchen der georgisch-orthodoxen Kirche Ilia II. gesegnet.