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Belgische Regierung fordert europaweite Opel-Lösung

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Belgische Regierung fordert europaweite Opel-Lösung

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Im Ringen um den angeschlagenen Autobauer Opel hat die belgische Regierung eine Lösung für ganz Europa gefordert. Im flämischen Antwerpen beschäftigt Opel gut 2500 Arbeiter. Belgiens Ministerpräsident schrieb an Kanzlerin Angela Merkel. Die deutsche Regierungskoalition ist sich weiter uneins, will sich aber noch an diesem Mittwochabend auf einen Investor festlegen. Dabei geht es jedoch nur um die vier deutsche Werke. In Europa sind bei den Töchtern des US-Mutterkonzerns General Motors Opel, Vauxhall und Saab mehr als 55.000 Menschen beschäftigt, knapp die Hälfte davon in Deutschland. Der deutsche Wirtschaftsminister Karl Theodor zu Guttenberg lobte am Dienstag das Angebot von Fiat. Im Gegenzug zu den Mitbewerbern Magna und RHJI schlug Fiat-Chef Sergio Marcchione eine Einladung des Betriebsrats von Opel aus – für dessen Vorsitzenden Klaus Franz eine Provokation: “Unter dem Motto ‘Geteiltes Leid ist halbes Leid’ – ‘To share the pain’ – wollen wir versuchen, alles daran zu setzen, diese Linie umzusetzen: Keine Werkschliessungen, keine betriebsbedingten Kündigungen in ganz Europa.” Auch Teile der Sozialdemokraten bevorzugen den Zulieferer Magna. Der will jedoch kein Eigenkapital investieren – für Wirtschaftsminister zu Guttenberg zu riskant. Auch der chinesische Konzern BAIC legte ein Angebot vor. Die Regierung könnte laut Finanzminister Peer Steinbrück einen Überbrückungskredit beschliessen. So soll Opel während des Wettrennens der Bieter auf Kurs gehalten werden.