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Entschädigung für Opfer von Atomwaffentests

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Entschädigung für Opfer von Atomwaffentests

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Dreizehn Jahre nach dem letzten französischen Atomwaffentest will Paris den Opfern Entschädigungen zahlen. Französische Veteranen und Mitarbeiter der Versuche werfen den Behörden seit langem vor, Sicherheitsvorkehrungen außer Acht gelassen zu haben.

Ein Entschädigungssystem, wie es andere westliche Atommächte hätten, kündigte Verteidigungsminister Hervé Morin an – und verwies auf Großbritannien und die USA. Die Betroffenen werfen der Regierung und ihren Vorgängerinnen vor, die Entschädigung so lange wie möglich hinausgezögert zu haben. Und auch der heutige Verteidigungsminister spiele das Problem herunter, wenn er von mehreren hundert Betroffenen spreche, sagte Patrice Bouveret vom Opferverband “Wahrheit und Gerechtigkeit”: Tausende Menschen mit Gesundheitsproblemen, die allein durch ihre Anwesenheit bei den Atomtest zu erklären seien, hätten sich in den Verbänden in Frankreich und Polynesien zusammengeschlossen. Von 1960 bis 1996 führte Frankreich mehr als 200 Atomwaffetests durch, in der algerischen Sahara und in Polynesien, zunächst in der Atmosphäre und später unterirdisch.