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"Freistaat Christiania" unterliegt vor Gericht

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"Freistaat Christiania" unterliegt vor Gericht

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Der “Freistaat Christiania” — die alternative Wohnsiedlung im Zentrum Kopenhagens — hat vor Gericht eine Niederlage erlitten. Das Gericht sprach der dänischen Regierung das Nutzungsrecht für das Gelände der Hippie-Republik zu.

Das alternative Wohnprojekt besteht seit 1971 und bisher haben die Bewohner sich erfolgreich gegen alle Räumungsversuche gewährt. “Ich bin enttäuscht und frustriert”, sagte die Sprecherin der Kommune. “Wir werden jetzt zunächst die Urteilsbegründung lesen und dann eine Einwohnerversammlung einberufen.” Für den Anwalt der Christianniter ist die Sache noch nicht entschieden: “Hier geht es um 900 Menschen, deren Zuhause gefährdet ist. Sie sollten auf jeden Fall das Verfassungsgericht anrufen und ich hoffe auf eine Lösung, die das Weiterbestehen von Christiania unter vernünftigen Bedingungen ermöglicht.” Wegen des zeitweise in Christiania weit verbreiteten Drogenhandels war die Kommune mehrfach mit den Behörden in Konflikt geraten. Die Auflösung von Christiania wollen die Bewohner jedoch nicht hinnehmen. Sie machen gewohnheitsrechtliche Ansprüche geltend sowie die ausdrückliche Duldung des Projekts durch frühere Regierungen.