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Homo-Ehe bleibt in Kalifornien verboten

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Homo-Ehe bleibt in Kalifornien verboten

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Im US-Bundesstaat Kalifornien bleibt die Homo-Ehe verboten. Das oberste Gericht des Staates erklärte ein Referendum für gültig, in dem sich die Wähler im November gegen die gleichgeschlechtliche Ehe ausgesprochen hatten. Damit ist wieder das Verbot in Kraft, das die Richter zuvor als verfassungswidrig erklärt hatten.

Befürworter der Homo-Ehe brachten vor dem Gerichtsgebäude in San Francisco ihrer Enttäuschung zum Ausdruck. “Die Bewegung der Intoleranz ist stark”, sagte eine Gegnerin des Verbots. “Wir haben noch einen langen Kampf vor uns.” Einziger Trost der Unterstützer der Homo-Ehe ist, dass die 18.000 Ehen, die zwischen Mai und November letzten Jahres geschlossen wurden, anerkannt werden. In vier US-Bundesstaaten hat die Homo-Ehe Bestand. Im als tolerant geltenden Kalifornien beruht der Schutz von Minderheitenrechten derweil nicht auf Verfassung oder Parlament sondern dem Willen der Bevölkerungsmehrheit — und die will offenbar keine Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben.