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Angespannte Lage auf koreanischer Halbinsel

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Angespannte Lage auf koreanischer Halbinsel

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Ein Ausblick ins Ungewisse: Nach Nordkoreas Atomversuch und Raketenstarts ist die Lage auf der koreanischen Halbinsel so angespannt wie lange nicht mehr.

Der kommunistische Norden reiht eine Provokation an die andere; sogar Staaten wie China oder Russland – normalerweise so etwas wie Verbündete – geht das allmählich zu weit. Beide haben im Weltsicherheitsrat die Verurteilung des Atomversuchs mitgetragen. Russlands Außenminister Sergej Lawrow sagt, der Rat müsse jetzt dafür sorgen, dass die Bestimmungen zur Nichtweiterverbreitung von Kernwaffen nicht noch weiter aufgeweicht würden. Nordkorea hat Anfang der Woche eine unterirdische Kernexplosion ausgelöst. Außerdem hat es mehrere Kurzstreckenraketen abgefeuert, dazu schon letzten Monat eine Mittelstreckenrakete, die über Japan hinwegflog. Dem Süden droht es jetzt mit militärischen Schritten, sollten nordkoreanische Schiffe angehalten und durchsucht werden. Südkorea hat sich gerade einer US-geführten Initiative angeschlossen, die so etwas vorsieht – nämlich zum Beispiel bei einem Verdacht, dass an Bord verbotene Atomtechnik transportiert wird. Der Norden hat auch erneut erklärt, er fühle sich nicht mehr an das Waffenstillstandsabkommen von 1953 gebunden.