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Brüssel will mitmischen

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Brüssel will mitmischen

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Die EU will bei der Opel-Rettung mitreden. Die Kommission hat für diesen Freitag die Industrie- und Wirtschaftsminister der 27 Mitgliedsländer nach Brüssel eingeladen. Sie warnte die Regierung in Berlin davor, Autowerke im eigenen Land zu Lasten anderer EU-Staaten zu bevorzugen – das wäre ein Verstoß gegen europäisches Recht. Auch Belgien, Polen und Spanien haben Opelstandorte. Ein Kommissionsprecher sagte, es müsse fair zugehen, kein Land dürfe diskriminiert oder bevorzugt behandelt werden.

Der auf die Pleite zurasende Opel-Mutterkonzern General Motors verärgerte unterdessen die deutsche Regierung mit Forderungen nach mehr Geld. Beim gescheiterten Opelgipfel in Berlin hätten die Amerikaner in letzter Minute die Summe auf 300 Millionen Euro hochgeschraubt, hieß es in Regierungskreisen. Analyst Christoph Stürmer erklärte: “Wir haben ein Meeting gesehen, das zumindest von der amerikansiche Seite nicht sauber vorbereitet war. Aber wir sollten auf jeden Fall festhalten, das Meeting ist nicht mit einm negativen Ergebnis zu Ende gegangen, sondern es ist einfach abgebrochen worden, weil man nicht mehr weiter kam.” Als Opel-Retter im Rennen sind noch der österreiche-kanadische Zulieferer Magna und der italienische Autokonzern Fiat. Alle Konzepte müssten jedoch noch verbessert werden, forderte die deutsche Regierung, die unbedingt vor der erwarteten Insolvenz von General Motors Opel herauslösen will.