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Entscheidung zur Opel-Rettung vertagt

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Entscheidung zur Opel-Rettung vertagt

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Die Gespräche zur Opel-Rettung haben zu keinem Erfolg geführt. Neue Forderungen der US-Konzernmutter General Motors verärgerten die deutsche Regierung. Zudem gibt es im US-Finanzministerium weiter Vorbehalte gegen das angestrebte Treuhand-Modell. Nach mehr als acht Stunden vertagte sich die Runde auf Freitag.
 
Deutschlands Finanzminister Peer Steinbrück zeigte sich sichtlich entnervt: “Ich will gerne bestätigen, dass es schon überraschend gewesen ist, dass General Motors mit einem weiteren erheblichen Cashbedarf gekommen ist, der uns an diesem Abend oder in diese Nacht hinein sehr stark beschäftigt hat. Es sind insgesamt ungefähr 300 Millionen, die sehr kurzfristig abgedeckt werden müssen; und das hat maßgeblich zu einer Verlängerung dieser Nacht beigetragen.”
 
Als Investoren sind noch der italienische Fiat-Konzern und der österreichisch-kanadische Zulieferer Magna im Rennen. Die Arbeiter in Bochum könnten von Magna profitieren, der Zulieferer will dort auf Kündigungen verzichten. Auch in Berlin und den Bundesländern werde das Magna-Konzept zunehmend favorisiert, hieß aus Teilnehmerkreisen. Offiziell legte sich die Regierung nicht fest. Die österreichische Zeitung “Die Presse” feierte bereits die Job-Rettung” – auch in Österreich – mit deutschen Steuer-Euro.