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Opelrettung geht in die Nachspielzeit

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Opelrettung geht in die Nachspielzeit

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Das nächtliche Spitzengespräch im Kanzleramt zur Rettung des deutschen Autobauers Opel hat zu keinem Ergebnis geführt. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg teilte am Donnerstagmorgen nach einem mehr als achtstündigen Verhandlungsmarathon mit, die Investoren müssten nacharbeiten. Problematisch ist ein um 300 Millionen Euro höherer Geldbedarf für die Übergangsfinanzierung.

Dem Vernehmen nach hat auch die US-Regierung weiter Vorbehalte gegen das angestrebte Treuhandmodell für Opel. Guttenberg war über das Verhalten der US-Seite sichtbar verstimmt. Erste Weichen für eine Opelrettung wurden bereits vor dem Treffen gestellt: General Motors übertrug am Mittwoch seine europäischen Fabriken sowie Patente auf die deutsche Tochter, die Adam Opel GmbH. Im Gegenzug gab Opel die Schuldscheine der Konzernmutter zurück. Die Werke des schwedischen Autobauers Saab wurden nicht übertragen. Die Europäische Kommission berief für Freitag ein Treffen der Wirtschafts- und Industrieminister der EU-Staaten mit Opel-Standorten ein. Belgien ist besorgt, dass die Opel-Rettung auf Kosten des Werkes in Antwerpen erfolgt.