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Sarkozy will Waffenkontrollen am Schultor

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Sarkozy will Waffenkontrollen am Schultor

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In Frankreichs Schulen soll künftig das Auge des Gesetzes wachen. Mit Metalldetektoren und mobilen Einsatztruppen will Präsident Nicolas Sarkozy die Gewalt an Schulen eindämmen. Schulangestellte sollen Ranzen filzen und Waffen beschlagnahmen können. “Vergessen wir nie die Toten von Winnenden”, mahnte der Präsident.

Eingesetzt werden könnten Polizisten im Ruhestand, aber auch erfahrene und qualifizierte Freiwillige, so Sarkozy. Es gehe um kurzfristige Einsätze, insbesondere zur Sicherung von Schulen und ihrer Umgebung. Gewalt in Schulen ist in Frankreichs Medien ein Thema. Statistisch belegen lässt sich eine Zunahme nicht. Die Innenministerin hält nichts von den Plänen, man sei nicht in den USA oder Deutschland. Auch viele Pädagogen sind dagegen, wie der Straßburger Schuldirektor Waldemar Idczak: Wähend seiner langen Laufbahn habe er in seiner Einrichtung niemals Schüler durchsuchen müssen. Wenn es Probleme gebe, wenn man wisse, da sei etwas im Ranzen, frage man den Schüler, den Inhalt vorzuzeigen, und das gehe ganz gut. Mehr als 180 Schulen will der Präsident besonders beobachten lassen. Viele gleichen schon jetzt einer Festung, mancherorts dürfen selbst Eltern nicht hinein. Umfragen zufolge aber begrüßen acht von zehn Bürgern – und damit Wählern – schärfere Kontrollen.