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Brüssel schaut Opelrettern auf die Finger

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Brüssel schaut Opelrettern auf die Finger

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Die Wirtschaftsminister der EU-Staaten mit GM-Standorten beraten am Freitagnachmittag in Brüssel über das Vorgehen bei der Rettung der europäischen Tocher des vor Insolvenz stehenden US-Konzerns. Die Europäische Komission will sicherstellen, dass bei der Rettung durch Staatshilfen europäisches Recht nicht verletzt wird. Belgien hatte auf das Treffen gedrungen.

Es befürchtet angesichts des massiven Drucks in Deutschland und Großbritannien vor allem das GM-Werk in Antwerpen von der Schließung bedroht ist. Der Ministerpräsident von Flandern, Kris Peeters verlangt eine faire Lastenverteilung: “Es ist wichtig, für GM-Europe eine europäische Lösung zu finden. Ich hoffe darin ist Platz und Zukunft für Antwerpen”, fordert Ministerpräsident Peeters. Nach heftiger Kritik aus Reihen der britischen Gewerkschaften, deutete jetzt auch die britische Regierung an, den neuen Opel-Besitzer subventionieren. Dennoch sorgen sich die Gewerkschaften: “Wir hier in Großbritannien können schnell, einfach und billig gefeuert werden. Deswegen werden wir die schwersten Lasten tragen und ich bin nicht bereit das schweigend zu tun”, meint Gewerkschaftsboß Tom Woodley. Aussichtsreichster Kandidat für die Übernahme von Opel ist offenbar das Magna-Konsortium. Wie die FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND meldet, führten GM und Magna im Berliner Hotel Adlon in der Nacht Geheimverhandlungen.