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Fiat nicht bei Opel-Verhandlungen

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Fiat nicht bei Opel-Verhandlungen

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Für Opel tickt die Uhr. Die deutsche Regierung lädt erneut zu Verhandlungen. Es könnten die letzten sein. Bis zum Nachmittag haben die beiden verbliebenen Interessenten Zeit, um sich mit der Konzernmutter General Motors und der US-Regierung zu einigen. Dann könnte die deutsche Regierung einen Überbrückungskredit in Höhe von 1,5 Milliarden Euro freigeben. Auch für Kanzlerin Angela Merkel drängt die Zeit: Im Herbst wird gewählt. Eine Insolvenz will sie vermeiden.

Der italienische Autobauer Fiat hatte mitgeteilt, angesichts neuer Forderungen von GM nicht mehr am Krisentreffen teilzunehmen. Diese würden Fiat irrationalen Risiken aussetzen, so Konzernchef Marchionne. Eine Zusammenarbeit mit Fiat – oder anderen Partnern – hält Konkurrent Magna für möglich. Der Zulieferer hatte zunächst mit einem neuen Angebot an GM reagiert und sich damit auch Sympathien der konservativen Regierungsseite gesichert. Doch der österreichische Gründer des kanadischen Zulieferers könnte wegen immer neuer GM-Forderungen nun auch “hinschmeißen”, spekulierten deutsche Zeitungen. Mit der Zustimmung einer maßgeblichen Gläubigergruppe zu einem neuen Umschuldungs-Angebot steht die Insolvenz von General Motors kurz bevor. Berlin will vermeiden, dass in diesem Falle Steuergelder in den USA versickern. Vertreter von EU-Ländern mit GM-Standorten beraten in Brüssel mit der EU-Kommission über das Schicksal der Arbeitsplätze auch in Belgien, Spannien, Großbritannien, Polen und Schweden.