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Spesenaffäre fordert zwei weitere Opfer

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Spesenaffäre fordert zwei weitere Opfer

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Die Spesenaffäre im britischen Unterhaus hat zwei weitere Opfer gefordert. Die konservative Abgeordnete Julie Kirkbride gab dem öffentlichen Druck nach, und verzichtet auf eine erneute Kandidatur. Sie hatte unter anderem ihre Schwester als Sekretärin angestellt, obwohl sie über 160 Kilometer vom Wahlkreis entfernt lebt. Bereits ihr Ehemann Andrew Mackay, eine enger Vertrauter von Oppositionsführer David Cameron war über eine Spesenabrechnung gestolpert. Cameron zeigte sich nach dem neuen Rücktritt erleichtert:

“Es war ihre Entscheidung. Wir haben darüber gesprochen. Sie fühlte sich sehr unter Druck und deshalb wird sie sich nicht mehr um ein Unterhausmandat bewerben. Ich respektiere diese Entscheidung und ich verstehe sie sehr gut”, sagte Oppositionsführer Cameron. Eine Rechnung über knapp 25.000 Euro für die Beseitigung von Holzfäule in einem Haus wurde der Labourabgeordneten Margaret Moran zum Verhäöngnis. Ihr Pech, das offiziell als Londoner Zweitwohnung deklarierte Gebäude liegt in Southampton an der Kanalküste, mehr als 150 Kilometer von London und noch weiter von ihrem Wahlkries entfernt. Moran und Kirkbride sind die Opfer zehn und elf der Spesenaffäre.