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Wahlkampf in Polen: religiös und euroskeptisch


Redaktion Brüssel

Wahlkampf in Polen: religiös und euroskeptisch

Gut gerüstet geht die polnische Kirche in den Europawahlkampf: In einem der frommsten Länder Europas unterstützt die Bischofskonferenz zwar nicht offen bestimmte Parteien, doch rief sie dazu auf, das Kreuz bei denen zu machen, die in gesellschaftlichen Fragen mit der Kirche übereinstimmen. Vielen religiös-konservativen Polen scheint die Europäische Union zu weltlich, zu permissiv – und Umfragen zufolge wird die Wahlbeteiligung hier die geringster in der ganzen EU sein.

Danuta Hübner ist EU-Kommissarin für Regionalpolitik und sie kandidiert für die in Warschau regierende Bürgerplattform. Ihr zufolge geht es aber weniger darum, diese Wahl zu gewinnen, als vielmehr darum, die Polen an die Urnen zu holen. Hübners Bürgerplattform liegt in den Umfragen vorne – das könnte zumindest einen Wechsel in der Zusammensetzung der polnischen EU-Abgeordneten bringen. Beim letzten Mal schickten die Polen einen Großteil euroskeptischer Vertreter nach Straßburg – viele von ihnen auf den Listen von Präsident Lech Kaczyński. Dieser kritisiert weiter die EU – doch die Anhängerschaft seine Partei bröckelt.

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