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Zwanzig Verletzte bei neuerlichen Zusammenstößen

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Zwanzig Verletzte bei neuerlichen Zusammenstößen

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Bei den neuerlichen Zusammenstößen in der georgischen Hauptstadt Tiflis sind rund zwanzig Menschen verletzt worden. Fünf Polizisten wurden nach Angaben der Behörden von Unbekannten niedergestochen.

Kurz vor den Ausschreitungen hatte der Patriarch der einflussreichen orthoxen Kirche die Kontrahenten zur Mäßigung aufgerufen. Die innenpolitischen Dauerkrise müsse durch “vorgezogene Wahlen, Verhandlungen oder auf andere Weise” beendet werden, teilte das Oberhaupt der georgisch-orthodoxen Kirche mit. Schon Anfang Mai waren bei Straßenkämpfen in Tiflis Dutzende Menschen verletzt worden.

Am Donnerstagabend forderten die Demonstranten auf einer zunächst friedlichen Kundgebung in Tiflis erneut den Rücktritt des Präsidenten Michail Saakaschwili, dem die Opposition einen zunehmend autoritären Stil vorwirft. Sie wirft Saakaschwili außerdem vor, durch Angriffe auf Zivilisten in Südossetien den Südkaukasus-Krieg mit Russland im August des Vorjahres provoziert zu haben.