Eilmeldung

Eilmeldung

Merkel: Opel-Rettung Test für US-Beziehungen

Sie lesen gerade:

Merkel: Opel-Rettung Test für US-Beziehungen

Schriftgrösse Aa Aa

Die Zukunft von Opel ist gesichert. Herausgelöst aus dem GM-Verbund kann der Autobauer unter der Investorengruppe um Magna wieder Fahrt aufnehmen. An dem europäischen Unternehmen bleibt GM mit 35 Prozent beteiligt, Händler und Mitarbeiter sollen 10 Prozent halten.

Der Verkauf einer Firma, die nicht der Regierung sondern einem insolventen US-Konzern gehört, war Kanzlerin Angela Merkel zufolge nicht ganz unproblematisch: “Die Verhandlungen waren wegen ihrer besonderen Struktur auch eine Bewährungsprobe für das transatlantische Verhältnis. Ich habe mich gestern in einem Telefonat mit dem amerikanischen Präsidenten allerdings auch mit ihm ausgetauscht und wir waren uns einig, dass wir alles daran setzen, diese komplexe Aufgabe zu einem guten Ergebnis zu führen und das hat die Verhandlungen mit der Regierung gestern Abend auch deutlich geprägt.” Bis nachts um 2 Uhr hatten Vertreter von Regierung und Bundesländern, des Investors, der Konzern-Mutter und des US-Finanzministeriums getagt. Dann zeigte sich SPD-Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier erleichtert: Auch das Ansehen der Koalition ist gerettet, wenige Monate vor der Wahl. Die vier deutschen Standorte will Magna erhalten und auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten. Trotzdem soll jeder fünfte der 26.000 Jobs in Deutschland wegfallen. Für die ebenso vielen Arbeitsplätze an den anderen europäischen GM-Standorten sieht es noch weniger glänzend aus.