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Air-Fance-Maschine abgestürzt

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Air-Fance-Maschine abgestürzt

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Über dem Atlantik ist ein französisches Verkehrsflugzeug mit 228 Menschen an Bord wahrscheinlich abgestürzt. Unter den Passagieren waren nach Angaben der Fluglinie Air France auch 26 Deutsche. Möglicherweise wurde die Maschine vom Typ Airbus 330 während eines Tropengewitters von Blitzen getroffen. Sie war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris und verschwand schlagartig von den Radarschirmen. Betreuer kümmern sich auf dem Pariser Flughafen Charles de Gaulle inzwischen um Freunde und Angehörige der Menschen an Bord.

Auch am Flughafen von Rio de Janeiro wurde für Angehörige ein Krisen- und Betreuungszentrum eingerichtet. Die Möglichkeit einer Entführung, die die französische Regierung zunächst auch erwogen hatte, ist offiziell vom Tisch. Die Regierung in Paris geht nun von einem Unglück aus. Die brasilianische Armee sucht mitten im Atlantik nach der verschollenen Maschine. Air-France-Chef Pierre-Henri Gourgeon sprach von einer “Luftfahrtkatastrophe”. Er sagte, die Anhäufung von automatisch verschickten Notsignalen deute auf eine vollkommen unverhergesehene Situation hin, auf die man an Bord der Maschine nicht vorbereitet gewesen sei und die große Schwierigkeiten gemacht haben müsse. Kurz darauf sei die Maschine wohl in den Atlantik gestürzt, einige hundert Seemeilen vor der brasilianischen Küste.

Der Airbus war wie geplant um Mitternacht in Rio de Janeiro gestartet. Um 3.30 Uhr gab es den letzten Kontakt mit der brasilianischen Flugkontrolle. Da war das Flugzeug schon 560 Kilometer von der Küste entfernt und flog in 11 000 Metern Höhe. Am Flughafen Charles de Gaulle traf inzwischen ein Expertenteam der Polizei ein. Es soll DNA-Proben von den Angehörigen nehmen, um die Opfer identifizieren zu können, wenn sie gefunden werden.