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Brown schließt Rücktritt aus - Labour droht Schlappe

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Brown schließt Rücktritt aus - Labour droht Schlappe

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Gordon Brown will auch bei einer drohenden Wahlschlappe für Labour britischer Premierminister bleiben. Einen Rücktritt oder Neuwahlen schloss er aus.

Stattdessen will Brown einen verbindlichen Verhaltenskodex für Abgeordnete einführen. Auch andere öffentliche Einrichtungen sollen strenger kontrolliert werden. Der Spendenskandal im Unterhaus ist das beherrschende Thema vor der Europawahl. In den Umfragen führen die Konservativen. Britische Medien spekulieren auf eine Kabinettsumbildung: Schatzkanzler Alistair Darling könnte seinen Koffer packen müssen. Er soll mit Steuergeldern Steuerberater finanziert haben – nicht illegal, aber moralisch pikant. Auch Innenministerin Jacqui Smith könnte über ihre Spesenrechnungen stoplern. Es sei gut, dass der Premierminister nun Refornmen anpacken wolle, sagt Nick Clegg, früherer Europaabgeordneter und Chef der oppositionellen Liberalen, doch Brown habe 12 Jahre Zeit gehabt, um die britische Politik in Ordnung zu bringen. Die Leute hielten ihn nicht für einen Mann des Wechsels. Weder Brown noch Oppositionschef Cameron würden Reformen anpacken. Browns Labour-Partei könnte am Donnerstag nur auf Platz drei kommen – je nach Umfrage – hinter den Liberalen oder der euroskeptischen UKIP liegen. Gleichzetitg finden in Teilen Englands Kommunalwahlen statt.