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Größte Bankrott der US-Industrie

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Größte Bankrott der US-Industrie

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Es ist der größte Bankrott in der Geschichte der US-Industrie. Fünf wesentliche Gründe haben zur Stunde Null für den einst größten Autobauer der Welt geführt.

Die Misere begann mit der Explosion der Energiekosten. Die steigenden Benzinpreise sorgten für einen Schock bei den Käufern. Sie wechselten zu Marken mit billigeren und kleineren Autos, die weniger Sprit verbrauchten. Die Finanzkrise traf die Autoindustrie besonders hart. Denn diese Branche ist auf Kredite angewiesen. Die Krise führte zu strengeren Konditionen bei der Kreditvergabe. Neue Autos auf Pump zu kaufen, wurde immer schwieriger. Als Folge wuchsen die Halden unverkaufter Fahrzeuge. Ein weiterer Grund für den Niedergang waren die kostenintensiven Zuwendungen an die Mitarbeiter. General Motors bot nach häufigen Streiks hohe Sozialleisten an. Eine Krankenversicherung für sämtliche Familienmitglieder bis hin zu einer großzügigen Pensionsregelung gehörten dazu. Das kostete pro Auto 2000 Dollar. Zum Verhängnis wurde General Motors auch eine falsche Modellpolitik. Zu lange setzte der Konzern auf spritfressende Limousinen und bullige Geländewagen. Auch die japanische Konkurrenz wurde unterschätzt. Vor einem Jahr stieß Toyota das Unternehmen vom Thron als weltweit stärkster Autobauer. Nun soll die Zahl der US-Marken auf vier halbiert werden. Der Geländewagenbauer Hummer, die US-Marke Saturn und die schwedische Tochter Saab sollen verkauft werden. Die Marke Pontiac wird aufgegeben. Letzter Grund für den dramatischen Absturz ist der globale Abschwung. General Motors ist in 41 Ländern aktiv. Auch wenn der US-Markt schon seit Jahren in der Krise ist, wuchsen andere Märkte, wie der in Asien. Aber die weltweite Rezession fügte General Motors eine weitere Wunde zu.