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Letzte Hoffnung für General Motors

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Letzte Hoffnung für General Motors

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Der einst weltgrößte Autobauer General Motors geht endgültig in die Insolvenz. Es ist die einzige Chance zur Rettung des Konzerns. Das Unternehmen beantragte nach Kapitel 11 des US-Insolvenzrechts Gläubigerschutz. Dies gilt als ein Sanierungsverfahren unter gerichtlicher Aufsicht.

US-Präsident Barack Obama sagte auf einer Pressekonferenz in Washington: “In Zusammenarbeit mit meiner Auto-Task-Force, General Motors und den Anteilseignern haben wir einen Plan ausgearbeitet, der diesem traditionsreichen Unternehmen eine Chance gibt, wieder zu wachsen. Es ist ein Plan, der auf den heutigen Automarkt zugeschnitten ist und General Motors wieder in Richtung Rentabilität bringt, auch wenn es für unsere Wirtschaft länger dauert, sich vollständig zu erholen.” Zur Sanierung soll der bisherige Opel-Mutterkonzern mehrheitlich verstaatlicht werden. Allein im vergangenen Jahr hat General Motors einen Verlust von dreißig Milliarden Dollar gemacht. Auf die Angestellten kommen harte Zeiten zu. Der Konzern muss sich gesundschrumpfen und das bedeutet Stellenabbau. Weltweit sollen mehr als 35.000 Jobs wegfallen. Es dürften insgesamt weniger als 200.000 übrigbleiben. Im Rahmen der Umstrukturierung sollen elf Produktionsstätten geschlossen und drei weitere vorläufig stillgelegt werden. So mancher Amerikaner sieht aber auch eine Chance in der Krise: “Es ist das Ende einer Ära, aber ich denke auch, dass es ein Neubeginn ist. Wir werden eine stärkeren Neuanfang in der Autoindustrie haben. Ich glaube, das ist gut”, sagt ein Chevrolet-Besitzer” Der Konzern soll in einen “guten” und “schlechten” Teil gespalten werden: Zum “guten” gehören die Marken Chevrolet und Cadillac. Sie gelten als überlebensfähig und sollen die Insolvenz rasch wieder verlassen.