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Nach Neapel nun Palermo: Müll erhitzt Italien

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Nach Neapel nun Palermo: Müll erhitzt Italien

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Der Müll erhitzt weiter Italiens Gemüter. Nach der jahrelangen – und anhaltenden – Abfallkrise in Neapel stinkt es nun auch den Menschen in Palermo. 200 Brände zählte die Feuerwehr allein am Sonntag in den Straßen der sizilianischen Hauptstadt – zur Beseitigung und zum Protest gleichermaßen.

Seit zehn Tagen türmen sich die Abfälle. Schuld sind nicht Mafia oder mangelnde Deponien, sondern die Müllmänner. Sie streiken für mehr Schutz bei der Arbeit und wollen auch keine Überstunden mehr machen, weil sie befürchten, dass diese nicht bezahlt werden. In der Kasse des privatisierten Entsorgers Amia klafft ein 150-Millionen-Euro-Loch. Mit einer Anhebung der Müllsteuer um ein Drittel wollte der Bürgermeister das Problem entsorgen. Doch der Stadtrat haute das Projekt am Sonntagabend in die Tonne. Palermos Müllmänner wollen ihren Streik fortsetzen.