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Betreuung für Angehörige der Opfer

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Betreuung für Angehörige der Opfer

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Für die Angehörigen der Opfer gibt es am Pariser Flughafen Charles de Gaulle eine Betreuungsstelle. Rund vierzig Familien nehmen diese Betreuung in Anspruch. Sie sind dazu in einem Hotel in der Nähe untergebracht, abgeschirmt von der Öffentlichkeit.

Air France erwartet hier noch mehr Angehörige; die Gesellschaft bietet allen kostenlose Flüge nach Paris an. Eine weitere Mannschaft von Betreuern kümmert sich um die Familien der Besatzungsmitglieder. Von einigen Angehörigen kommt allerdings auch Kritik: So beschwert sich dieses Ehepaar darüber, dass sie zuerst nicht informiert wurden; ihre Tochter und deren Mann waren an Bord der verschollenen Maschine. Ob sie versucht hätten, den Krisenstab zu erreichen, fragt der Reporter: “Den ganzen Tag”, sagt die Frau, “den ganzen Tag lang, ohne dass uns jemand mal eine Antwort gegeben hätte. Wir wussten nichts, die haben uns nichts gesagt.” Und ihr Mann fügt hinzu: “Offenbar hatten sie da gar keine Liste. Wegen der Namen sollten wir Air France anrufen; da gab es dann eine Bestätigung – aber alles erst, nachdem wir unsere eigenen Ermittlungen angestellt hatten: Das ist schon sehr, sehr schlimm.” Zum Gedenken an die Opfer legten beide Parlamentskammern eine Schweigeminute ein. Für Mittwoch ist ein ökumenischer Gedenkgottesdienst in der Pariser Notre-Dame-Kathedrale vorgesehen: sowohl für Angehörige der Verschollenen als auch für Mitarbeiter von Air France.