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GM-Chef: Insolvenz ist Chance

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GM-Chef: Insolvenz ist Chance

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Mit der Insolvenz des einst größten Automobilkonzerns der Welt beginnt eine der größten Umstrukturierungen der Unternehmensgeschichte. Der von der Regierung Obama berufene seit kurzem amtierende GM-Chef Fritz Henderson sieht die Insolvenz als Chance auf einen Neuanfang. Schon in 60 bis 90 Tagen soll GM die Insolvenz verlassen.

“Dies ist ein Wendepunkt in der Geschichte von General Motors. GM-neu wird aus den stärksten Teilen unseres Geschäftes gebildet werden, unseren besten Marken und Produkten”, erklärte Henderson bei der Bekanntgabe des Insolvenzantrags. GM wird sich gesundschrumpfen. 14 Werke werden stillgelegt, 12.000 der verbliebenen Arbeitnehmer verlieren ihren Job. So will GM die Gewinnschwelle erreichen, sobald in den USA jährlich 10 Millionen Autos verkauft werden. Es ist die drittgrößte Unternehmenspleite in der US-Wirtschaftsgeschichte. “Ich glaube, wir haben das Schlimmste hinter uns, aber wir haben noch nicht die Auswirkungen der Entlassungen gespürt: die Fabrikstillegungen, die Händler, die aufgeben müssen, die Zulieferer, die mit in den Abgrund gerissen werden”, meint Analyst John McElroy . GM hat eine große Geschichte. 1908 wurde es von William “Billy” Durant gegründet, der mehr als 20 Unternehmen aufkaufte. In den 60er Jahren lag sein Marktanteil in den USA über 50 Prozent. Erst 2008 löste Toyota GM als größten Automobilbauer der Welt ab.