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Putin begrüßt Opel-Deal

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Putin begrüßt Opel-Deal

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Der Einstieg der russischen Sberbank und des Autobauers GAZ bei Opel ist der Regierung in Moskau willkommen. Zum einen bekommen heimische Unternehmen damit einen Fuß in die Tür eines bedeutenden westlichen Konzerns. Zum anderen hofft Ministerpräsident Wladimir Putin, dass die Zusammenarbeit auch die eigene Autoindustrie modernisieren hilft, wie er nach einem Treffen mit Sberbank- und Magna-Managern erklärte: Die russische Regierung habe eine Strategie, die Autoindustrie zu entwickeln, und dieser Deal, über den jetzt gesprochen werde, müsse in diese Strategie integriert werden.

Die staatliche Sberbank und GAZ sollen 35 Prozent an Opel übernehmen. Die Sberbank unterstützt schon heute Russlands wichtigste Autokonzerne. GAZ, der nur als Industriepartner einsteigt und bislang den eher unbeliebten Wolga baut, setzt auf neue Technik aus Deutschland. Mit dem Deal vertiefen sich die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Russland weiter – zum Argwohn insbesondere von mittel- und osteuropäischen Ländern. Dass Fiat nicht zum Zuge kam, verärgerte italienische Regierungsmitglieder. Und die russischen Medien nahmen die Opel-Lösung zwiegespalten auf: Sie fragen, ob es in Moskau für die neuen Opel wirklich so viele Käufer geben wird wie erhofft.