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Schicksal von AF 447 weiterhin ein Rätsel

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Schicksal von AF 447 weiterhin ein Rätsel

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Paris, Flughafen Charles de Gaulle – der Ort, an dem die Unglücksmaschine ankommen sollte, den sie aber nie erreichte. An der Oberfläche ist wieder der Alltag eingekehrt – aber der Gedanke an das Unglück ist bei vielen nach wie vor da.

“Das tut schon weh”, sagt eine Reisende hier; “diese Leute, die Verwandte verloren haben oder Freunde.” Die Suche nach der verschollenen Maschine und nach den Opfern ist ein Wettlauf mit der Zeit. Nur mühsam lassen sich kleine, vereinzelte Informationen zusammenfügen. Wie es zu dem Unglück kam, ist nach wie vor ein Rätsel und bisher nicht zu erklären. “Ich fürchte, man wird nie wieder irgendwas finden”, meint dieser Mann; “das Meer ist schließlich ganz schön groß. Das ist schon ein Riesenunglück.” Der Flug heute aus Rio de Janeiro kam sicher und pünktlich an – zur Erleichterung der Reisenden und derer, die sie erwartet hatten. Ein französisches Ehepaar hatte unbedingt gestern fliegen wollen, mit der Unglücksmaschine; das Flugzeug war aber ausgebucht, die beiden mussten einen Tag warten. “Wir hatten zwei Gefühle”, beschreibt Claude Jaffiol, der Ehemann; “zum einen das Gefühl, einer Katastrophe entkommen und am Leben zu sein; zum anderen haben wir aber am Flughafen in Rio die Familien in Tränen gesehen, verzweifelt – und dann die Journalisten und das alles: Da mussten wir schon sehr stark an die Verschollenen denken.” Frankreichs Regierung bietet den Angehörigen der Opfer jetzt auch an, sie in das Unglücksgebiet zu bringen – wenn sie das denn möchten. Die meisten Opfer – mit Besatzung rund siebzig – stammen aus Frankreich, knapp sechzig aus Brasilien. Auch 26 Deutsche waren an Bord – dazu viele Reisende aus anderen Ländern, wie sechs Schweizer und eine junge Österreicherin aus Innsbruck.