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Spesenskandal hat Konsequenzen

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Spesenskandal hat Konsequenzen

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Die britische Innenministerin Jacqui Smith macht offenbar nach der Kabinettsumbildung kommende Woche ihren Platz frei. Das berichten Medien unter Berufung auf Regierungskreise. Damit wolle sie Konsequenzen aus dem Spesenskandal ziehen. Smith war in die Kritik geraten, nachdem sie Pornofilme auf Kosten des Steuerzahlers abgerechnet hatte. Ihr Ehemann hatte sich die Videos angeschaut. Außerdem tauchten weitere umstrittene Ausgaben aus, wie etwa ein fast 300 Euro teures Handy ebenfalls für ihren Mann.

Premierminister Gordon Brown ist unter Druck. Die Umfragewerte für seine Labourpartei stürzten in den Keller. Politische Beobachter sind sich sicher, dass er sein Kabinett nach der Europawahl umbildet. Das könnte auch Verkehrsminister Geoff Hoon den Posten kosten. Er geriet in die Schlagzeilen, als er zu hohe Kosten für seine Zweitwohnung absetzte. Ob seine Entschuldigung genügt, wird sich zeigen. Finanzminister Alistair Darling muss ebenso um sein Amt fürchten. Auch er entschuldigte sich für unrichtige Angaben zu den Kosten seines Domizils in London in der Steuererklärung. In der Bevölkerung ist das Bild der Politiker düster. Einer Umfrage zufolge glaubt jeder zweite, dass Politiker korrupt sind.