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Bergung der af-447 Flugschreiber unsicher

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Bergung der af-447 Flugschreiber unsicher

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Nach der Flugzeugkatastrophe über dem Atlantik ist unklar, ob der Absturz jemals aufgeklärt werden kann. Die Ermittler in Frankreich sind wenig zuversichtlich, dass sie die Flugschreiber der Unglücksmaschine finden werden.

Die inzwischen entdeckten Wrackteile treiben zwölfhundert Kilometer vor der brasilianischen Küste. Selbst wenn die Flugschreiber den Aufprall überstanden haben, liegen sie jetzt in einer Tiefe von bis zu viertausend Metern. Die BEA, Frankreichs Ermittlungsbehörde für Flugzeugunglücke, schließt zumindest aus, dass das Flugzeug schon vor dem Start Probleme gehabt haben könnte. Ansonsten sagt ihr Leiter Paul-Louis Arslanian nur, man dürfe nicht spekulieren, alles müsse überprüft werden, überprüft und nochmals überprüft. Man müsse sichergehen, dass nur die Wahrheit bekanntgegeben werde, nur Tatsachen. Anfang nächster Woche wird ein Spezialschiff mit einem kleinen U-Boot und einem Tauchroboter am Unglücksort ankommen. Beide Apparate können bis zu sechstausend Meter tief tauchen, könnten also die Flugschreiber auch aus der vermuteten Tiefe bergen. Diese “Black Boxes” zu finden, wird allerdings äußerst schwierig – auch wenn sie bis zu einem Monat lang ein Signal aussenden, das auch unter Wasser aufgefangen werden kann. Sie liegen jetzt jedoch auf einem stark zerklüfteten, gebirgigen Meeresboden. Starke Strömungen können sie außerdem weit vom Unglücksort abgetrieben haben.