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Wenig Hoffnung für AF-447-Flugschreiber

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Wenig Hoffnung für AF-447-Flugschreiber

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Nach dem Flugzeugabsturz über dem Atlantik haben sich die Ermittler nun festgelegt: Auch wenn noch keine Wrackteile geborgen und untersucht worden sind, besteht doch kein Zweifel mehr daran, dass die Trümmer im Meer zu der Unglücksmaschine gehören.

Jetzt geht es um die Bergung, vor allem der Flugschreiber, ohne die die Ursache des Absturzes weiterhin im Dunkeln bleibt. Der Leiter der BEA – der französischen Behörde, die solche Unglücke untersucht – kann bisher nur sagen, dass es keinerlei Anzeichen dafür gibt, dass die Maschine schon vor dem Start ein Problem gehabt haben könnte. Die Stelle, an der Trümmer des Flugzeugs geortet wurden, liegt mitten im Atlantik, zwölfhundert Kilometer von Brasilien und zweitausend Kilometer von Senegal entfernt. Das heißt auch, dass die Flugschreiber in einer Tiefe von bis zu viertausend Metern liegen könnten. Um sie auch dort bergen zu können, hat Frankreich das Spezialschiff “Pourquoi pas?” zur Unglücksstelle geschickt, das ein kleines U-Boot und einen Tauchroboter an Bord hat. Das Schiff ist zur Zeit im Atlantik in der Nähe der Azoreninseln unterwegs, wird aber bis zum Unglücksort trotzdem noch einige Tage brauchen. Zunächst müssen die Flugschreiber aber geortet werden: Zwar senden sie Signale aus, die auch aus solchen Tiefen aufgefangen werden können, bisher sind sie aber nicht entdeckt worden. Starke Strömungen können sie auch über eine weite Strecke fortgetragen haben. Auch ein AWACS-Aufklärungsflugzeug ist unterwegs und soll bei der Suche helfen. Trotzdem ist die französische Untersuchungsbehörde BEA wenig zuversichtlich, dass die Flugschreiber unter diesen Bedingungen gefunden werden können.