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Beifall für Obama-Rede

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Beifall für Obama-Rede

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Beifall für Barack Obama: Hier, an der Universität von Kairo, hat der amerikanische Präsident seine Grundsatzrede gehalten, in der es um das Verhältnis zur islamischen Welt ging.

Dabei wird erneut klar, dass er in vielerlei Hinsicht eine völlig andere Politik verfolgt als sein Vorgänger. Obama verteidigt hier Amerikas Kampf gegen gewalttätige Extremisten und damit auch in Afghanistan. Vom Irakkrieg distanziert er sich. Er bekennt sich – auch angesichts der Entwicklung in Iran – zu einer Welt ohne Atomwaffen; in der aber jeder friedlich die Kernenergie nutzen könne. Und er nimmt Abstand davon, amerikanische Werte anderen aufzuzwingen – verteidigt manche Werte wie die Meinungsfreiheit aber auch als universelle Menschenrechte. Obama verweist hier auch auf seinen eigenen Lebenslauf, wie den kenianischen Vater und sein Aufwachsen in Indonesien. Daher wolle er gegen vorgefasste negative Meinungen über den Islam vorgehen, wann auch immer sie auftauchten – das sehe er als Teil seiner Verantwortung als amerikanischer Präsident. Israel und die Palästinenser fordert Obama zum Friedensschluss auf. Ihr Konflikt könne nur durch die Einrichtung zweier Staaten gelöst werden, in denen beide Völker in Frieden und Sicherheit leben könnten. Das liege in ihrem Interesse ebenso wie im Interesse der USA und der ganzen Welt. Allerdings gibt auch Obama zu, dass eine Rede allein noch nicht ausreiche und eine Veränderung nicht über Nacht komme. Deswegen ruft er auch mehrfach dazu auf, sich nicht an die Vergangenheit zu klammern, sondern die Augen auf die Zukunft zu richten.