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Gedenken in Peking verboten

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Gedenken in Peking verboten

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Der 4. Juni – ein Tag, der zumindest in China an nichts erinnern darf. Was vor 20 Jahren auf dem Tiananmen Platz in Peking geschah, wird bis heute von der kommunistischen Regierung verschwiegen. Auch darf darüber öffentlich nicht gesprochen werden.

Kundgebungen, die an die Studentenproteste und die vermutlich mehrere hundert Toten gedenken, sind untersagt. Internetseiten, die sich mit dem Massaker vom 4. Juni 1989 beschäftigen, sind gesperrt. Verstärkte Präsenz von Polizei und Armee sorgen am Platz des Himmlischen Friedens für Ruhe. Journalisten, die trotz Dreherlaubnis Aufnahmen machen, wurden bei ihrer Arbeit trotzdem behindert. Pässe wurden kontrolliert, das filmen erschwert. In Taiwan, das von der Volksrepublik als abtrünnige Provinz angesehen wird, haben Menschen öffentlich an den 20. Jahrestag des Massakers erinnert. Am 4. Juni 1989 war die Armee gewaltsam gegen Demonstranten, vornehmlich Studenten, vorgegangen. Auf dem Tiananmen-Platz hatten tausende Demonstranten Demokratie gefordert und nach dem Tod des Reformers Hu Yaobang eine Fortsetzung seiner Politik verlangt. Bis heute ist unklar, weiviele Menschen durch das Eingreifen der Armee getötet wurden.