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Putin in Finnland

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Der Bau der Ostseepipeline Nord Stream stand im Mittelpunkt von Gesprächen zwischen dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin und der finnischen Präsidentin Tarja Halonen. Putin drohte der finanziell angeschlagenen Ukraine mit einem erneuten Gaslieferstopp zum Monatsende und beklagte eine fehlende Unterstützung aus Brüssel im Gasstreit.

Alle Anfragen Moskaus bei der Europäischen Kommission seien bislang erfolglos geblieben. Die Antwort habe immer gelautet: “Für die Ukraine haben wir kein Geld.” Falls Kiew nicht zahle, sei der Gasmonopolist Gazprom berechtigt, nur noch gegen Vorkasse zu liefern. Und wenn es die Vorauszahlungen nicht gebe, fließe auch kein Gas mehr. Die Leitung auf dem Meeresboden soll russisches Erdgas direkt nach Deutschland befördern. Auch die Zustimmung von Schweden und Dänemark ist erforderlich. Die rund 1200 km lange Leitung soll von Wyborg bei Sankt Petersburg direkt nach Greifswald führen. Schweden gehört jedoch zu den Ländern, die Einwände erhoben haben – unter Verweis auf eine Gefährdung der Umwelt. Bis Ende dieses Jahres soll der Abstimmungsprozess beendet sein. Die Bauarbeiten für den russischen Landabschnitt der Leitung begannen schon vor dreieinhalb Jahren. Der erste Strang der Pipeline soll im Jahr 2010 in Betrieb gehen.