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Rechtspopulisten könnten zweiten Platz erreichen

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Rechtspopulisten könnten zweiten Platz erreichen

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Die Niederländen gehen voran bei dieser Europawahl: Um halb acht wurden die Wahllokale geöffnet, noch vor den britischen. Laut Umfragen sind jedoch mehr als die Hälfte der Wahlberechtigten entschlossen, nicht abzustimmen.

Das niederländische Wahlvolk gilt als euroskeptisch. Vor fast genau vier Jahren votierte es bei einer Volksabstimmung gegen den EU-Vertrag von Lissabon. Die einzelnen Staaten müssten ihre eigenen Rechte und Parlamente behalten, sagte ein Mann; Europa sollte nicht zu stark sein.

Insgesamt 17 Parteien kandidieren, doch nur fünf haben eine realistische Chance auf Mandate. Die Christdemokraten von Regierungschef Jan Peter Balkenende wird den Umfragen zufolge die meisten Stimmen erhalten – doch in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Sozialdemokraten.

Deren Parteichef Wouter Bos hatte sich zuletzt erneut gegen eine Aufnahme der Türkei in die EU ausgesprochen. Die großen Parteien stehen unter starkem Druck von Rechts: Der Populist Geerd Wilders ist in allen politischen Lagern auf Stimmenfang. Er ist nicht nur gegen den Lissaboner Vertrag, er möchte die Niederlande ganz aus der EU herausführen. Seine Partei hat gute Chancen, zweistärksten Kraft zu werden.

Chancen hat auch die Tierschutzpartei. Sie fordert unter anderem ein Verbot von Stierkämpfen und eine Begrenzung von Tiertransporten auf weniger als zwei Stunden.