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Schräge Kandidaten – sonderbare Parteien

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Schräge Kandidaten – sonderbare Parteien

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Bei Europawahlen steht auch immer eine Reihe ‘ungewöhnlicher’ Kandidaten zur Wahl. Entweder mit eigener Liste – wie das Modell Elena Basescu, die außerdem Tochter des rumänischen Präsidenten ist – oder um einer Partei ein interessantes Gesicht zu verschaffen – wie Prinz Emmanuel-Philibert von Savoyen, der für die italienischen Christdemokraten gewählt werden möchte. Auf den Thron seines Heimatlandes hat der Prinz mittlerweile verzichtet und in der parlamentarischen Politik ist er ein völliger Neuling.

Ganz anders der portugiesische Literaturnobelpreisträger José Saramango, der seit 40 Jahren der Kommunistischen Partei angehört, die mit den Grünen Portugals eine gemeinsame Wahlliste bilden. Nicht ganz solange im Geschäft ist die – vormalige – bayrische Christsoziale Gabriele Pauli, die nun für die freien Wähler antritt. Auch ‘ungewöhnliche’ Parteien treten zur Wahl an. Die bemerkenswerteste ist sicher die ultraliberale ‘Piratenpartei’ in Schweden. Mit ihrem Ruf nach unbegrenztem Download im internet und ihrem Kampf gegen den Überwachungsstaat hat sie gute Chancen auf einen Parlamentssitz. So gut wie keine Aussicht darauf hat die niederländische ‘Partei für Tiere’. Ihre Mitglieder protestieren gegen Massentierhaltung und sie wollen das konsumorientierte Europa der Promis, Prinzen und Showsternchen zu Grabe tragen.