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Trümmer gesichtet - aber keine Spur von Leichen

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Trümmer gesichtet - aber keine Spur von Leichen

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Die brasilianische Luftwaffe setzt ihre Suche nach dem Airbus-Wrack fort. Während auf fünf Kilometer Länge Trümmer gesichtet wurden, konnten bislang weder Leichen noch Leichenteile gefunden werden. In Rio drängen Angehörige der Opfer darauf vor Ort die Suchoperation verfolgen zu können. “Die Menschen tauschen Adressen aus, um nötigenfalls eine Klage einzureichen. Die Familien wollen unbedingt bei der Rettungsoperation vor Ort dabeisein”, beschreibt Marina Paes die Stimmung unter den Angehörigen.

Vom Luftwaffenstützpunkt auf der dünnbesiedelten Inselgruppe Fernando de Noronha starten die Suchflugzeuge. Die Suche nach den Wrackteilen konzentriert sich auf ein Seegebiet mit einem Radius von 230 Kilometern, etwa 1200 Kilometer nordöstlich der brasilianischen Küste in der Nähe der Sankt-Peter-und-Pauls-Felsen. Selbst wenn man dort die Flight-Recorder fände, warnt der Chef der französischen Flugunfalluntersuchungsbehörde, sei nicht sicher, ob man jemals die Unfallursache ermitteln könne. Der Bordcomputer meldete vor dem Absturz eine Fülle von Problemen. Dass man Kerosinspuren im Wasser entdeckte und vier Minuten zwischen Abschalten des Autopiloten und Crash lagen, schließt nach Ansicht von Experten eine Explosion als Unglücksursache aus.