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Zum Ideenaustausch in La Baule

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Zum Ideenaustausch in La Baule

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Trotz Krise sind sie alle gekommen, hierher an die französische Atlantikküste. Einmal im Jahr empfängt der kleine Badeort La Baule Entscheidungsträger der internationalen Wirtschaft zur World Investment Conference.

Pierre Guenant, Chef des Autozulieferers PGA, ist der Veranstalter. Er erklärt: “Der Austausch von Ideen steht im Mittelpunkt. Wenn die Teilnehmer hier wieder wegfahren, haben sie viele neue Ideen, die sie auch umsetzen. Wir erstellen außerdem jedes Mal eine Art Buch mit Vorschlägen für die Politik. Normalerweise kommen an die fünfzig Vorschläge zusammen.” Für die Agentur Ernst&Young bietet die Konferenz die Gelegenheit den neuesten Bericht über Investment in Europa vorzulegen. Marc Lhermite von Ernst & Young meint: “In der ganzen Welt herrscht weiter die Ansicht, dass Europa eben das alte Europa ist, obwohl Europa nach wie vor vorne steht, was die Weltwirtschaft angeht. Langzeitprojekte werden momentan eher in den sich entwickelnden Ländern in Angriff genommen, wie etwa in China, Indien, Lateinamerika, oder auch Russland.” Für die ungarische Regierung, die vom Internationalen Währungsfonds einen Riesenkredit bekommen hat, bedeutet die Teilnahme in La Baule: neue Ideen für den Umgang mit der Krise. Wirtschaftsminister Istvan Varga sagt: “Wir haben in der Politik Methoden aus der Wirtschaft übernommen. Strenge Kontrolle zum Beispiel. Genaue Buchführung, Rückmeldung bei allen Unternehmungen. All dies, um die Krise besser zu meistern.” Die Sonne scheint im Nordwesten Frankreichs und an Ideen fehlt es den Teilnehmer der World Investment Konferenz trotz Krise auch in diesem Jahr nicht.