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Nach Obama-Rede: Palästinenser hoffen auf Taten

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Nach Obama-Rede: Palästinenser hoffen auf Taten

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US-Präsident Barack Obama hat in Kairo für einen Neuanfang Amerikas mit der islamischen Welt geworben. Und dafür Beifall und Zustimmung geerntet. Obama warb für Verhandlungen mit dem Iran und distanzierte sich vom Irakkrieg.

Deutlich forderte er eine Friedenslösung im Nahen Osten, die Lage der Palästinenser sei nicht hinnehmbar: “Die Hoffnungen beider Seiten können nur durch zwei Staaten erfüllt werden, wo Israelis und Palästinenser in Frieden und Sicherheit leben.” Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat begrüßte die Mahnungen an Israel, er fordert nun konkrete Schritte: “Präsident Obama hat den Boden für eine Zwei-Staaten-Lösung bereitet. Ich hoffe, dass er in den nächsten Monaten einen Plan mit Fristen, Beobachtern und Mechanismen vorstellt, um die Vision von zwei Staaten umzusetzen in einen politischen Kurs.” Die israelischen Reaktionen auf die ungewohnt deutlichen Worte waren verhalten. Israels Sicherheit stehe im Vordergrund, so Regierungssprecher Mark Regev: “Israel teilt Präsident Obamas Hoffnung, dass seine Bemühungen zu einer neuen Zeit des Friedens und der Aussöhnung im Nahen Osten führen, wo Israel als jüdischer Staat anerkannt wird und wir ohne Angst vor Gewalt und Terrorismus leben können.” Ministerpräsident Benjamin Netanjahu will Siedlungen im Westjordanland ausbauen. Auf Obamas Kritk am israelischen Siedlungsbau reagierte die Regierung nicht.